Alt und Jung für Schwelm

Veröffentlicht am 17.08.2009 in Ortsverein
14. Ortsgespräch der SPD Schwelm am 12. August 2009 im AWO-Familienzentrum Zamenhofweg Als Referenten konnten gewonnen werden:
  • Dr. Dietmar Köster, Vorsitzender SPD Unterbezirk Ennepe-Ruhr
  • Achim Battenberg, Projekt Kommunale Zukunft, VHS Gevelsberg
  • Pia Grebe, FAN, Alt & Jung, Koordinierungsstelle Ehrenamt
Die Moderation übernahm unser Bürgermeisterkandidat Jochen Stobbe. Zunächst wurde „Aufklärungsarbeit“ geleistet und Fakten zur Demographieentwicklung benannt. Dietmar Köster befasste sich insbesondere mit den Auswirkungen des demografischen Wandels unter besonderer Berücksichtigung der Daten des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Kreisstadt Schwelm.

Als zentral erwies sich die Frage, wie sich die Kommunalpolitik künftig den Herausforderungen der alternden Gesellschaft auch unter dem Gesichtspunkt der Partizipation stellen kann. Besondere Bedeutung kam hierbei dem Paradigmenwechsel von der bisherigen, oftmals von Fürsorgeaspekten geprägten Altenhilfe hin zur gestaltenden kommunalen Seniorenpolitik zu. Auch auf das spätestens ab 2020 in verschärfter Form zu erwartende Phänomen der Altersarmut müssen Antworten gefunden werden.

Als wichtiges Thema in den Kommunen wird sich nach Ansicht von Dietmar Köster die Gestaltung neuer Wohnformen erweisen, dies sei als unbedingte Pflichtaufgabe anzusehen.
Auch mit einem weiteren Schwerpunkt einer aktiven Seniorenpolitik, der Bildung eines Seniorenbeirates/einer Seniorenvertretung, sind andere Städte schon einen deutlichen Schritt weiter gekommen: Fast die Hälfe aller Kommunen in NRW verfügt derzeit über eine Interessenvertretung der Seniorinnen und Senioren.

Achim Battenberg, VHS Gevelsberg, machte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Sozial- und Demographiebericht der Stadt Gevelsberg aus dem Jahr 2008 vertraut.
Dieser Bericht wurde im Auftrag der Stadt erstellt und beschreibt neben der derzeitigen Situation die perspektivische demographische Entwicklung in Gevelsberg sowie die soziale Lage der Bürgerinnen und Bürger.

Als Besonderheit kennzeichnet den Sozial- und Demographiebericht, dass konkrete Handlungsempfehlungen, beispielsweise zu konkreten Projekten im Rahmen der Jugendarbeit und der Stadtentwicklung, abgeleitet werden konnten und bereits aktuell Eingang in die politische Diskussion gefunden haben.

In der sich anschließenden „Fragerunde“ wurde unter anderem deutlich, dass ein gezieltes Quartiersmanagement (Stadteilbüros / Quartiersbeauftragte / Schulprojekte etc.) von der Bevölkerung gut angenommen worden sind. Als hilfreich und notwendig hat sich in Gevelsberg erwiesen, dass die VHS in die Akquirierung von Fördermittel im Auftrag der Stadt Gevelsberg übernommen hat.

Pia Grebe stellte dem Teilnehmerkreis das Modellprojekt des Ministeriums für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW vor. Dem Aspekt, dass der Staat in Zukunft viele Angebote nicht mehr finanzieren kann, trägt die FAN mit dem Projekt „Alt & Jung“ Rechnung; die Koordinierungsstelle Ehrenamt setzt sich für eine sinnvolle und befriedigende Beschäftigung im Rahmen des freiwilligen Ehrenamtes ein.

Strukturen und Strategien entwickeln, umsetzen und kommunizieren – das sind die Bausteine zur Wandlung und Weiterentwicklung kommunalpolitischer Entscheidungen, darüber waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des informativen und gut besuchten Ortsgespräches einig.

Es geht mehr - dies auch als Leitgedanke künftiger Ortsgespräche.

 
 

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