Wenn es um eine Position zur Frage Freibad geht, steht diese bei der SPD schon seit langem fest. Wir möchten ein Ganzjahresbad am Standort des Freibades. Das haben wir auch in unserem Antrag vom 29. Januar 2006 klar formuliert.
Und doch haben wir einen Antrag gestellt, der zum Ziel hat, die Bädersituation in Schwelm zu klären. Wir haben unsere Idee beschrieben und gleichzeitig allen politischen Fraktionen die Möglichkeit gegeben, an dem Prozess mitzuarbeiten. Dazu gehören aber im Besonderen auch die Bürgerinnen und Bürger.
So haben wir auch immer unsere Positivliste gemeint und erklärt.
Doch was jetzt in Schwelm - zum Thema Freibad – stattfindet, ist bevormundend, unsensibel und auch ein Stück arrogant. CDU, SWG und BfS haben für sich den Stein der Weisen gefunden und festgestellt, dass sie zusammen die Mehrheit haben, also warum diskutieren?
Dieselben Akteure (ohne SWG) hatten sich auf Betreiben der SPD Schwelm zusammen mit den Grünen nach der Haushaltablehnung in 2007 verständigt, neue Wege in der Zusammenarbeit zu gehen.
Der Zustimmung zum Haushalt 2007 lag dann auch ein gemeinsamer Vertrag zugrunde, der die zukünftige Arbeit beschrieben hat. Wesentlicher Bestandteil war der Gedanke der Positivliste, auch wenn es der Gemeinsamkeit halber nicht mehr Positivliste genannt wurde, fanden sich alle zu einem Zielfindungsprozess zusammen (dann auch die FDP).
Die Ziele zum Freibad waren noch nicht thematisiert, es sollte die Entwicklung noch abgewartet werden, die durch den SPD Antrag ausgelöst worden ist. Erste Ergebnisse zeigten aber auf, dass eine Entwicklung am Freibad nicht ausgeschlossen ist, sondern durchaus möglich.
Der Rest ist bekannt. Lächelnd verkündet man dem Bürger und den verbliebenen staunenden Parteien, dass die schwimmende Zukunft in Schwelm im Hallenbad liege.
Wäre es nicht so wichtig für Schwelm, könnten wir dem Treiben gelassen zuschauen. Später wäre ja die Möglichkeit, den gemachten Fehler zu korrigieren. Nur hier wird es schwer bis unmöglich sein, den Fehler wieder auszubügeln. Es geht um eine dauerhafte Richtungsentscheidung mit einem, uns und den Bürgerinnen und Bürgern, unbekanntem Ziel.
Wer hofft, es handelt sich beim Freibad, wie bei der Diagonalsperre in 2004, um einen Schildbürgerstreich, wird sich irren.
Bleibt der Appell an die Vernunft auf Seiten der CDU und die Hoffnung auf den weiteren Protest der mündigen Bürger.
Die SPD bleibt bei Ihren Vorstellungen und wird weiter für die beste Lösung kämpfen.
Gerd Philipp, Jochen Stobbe