Röspel dankt Tschernobyl-Gruppen in Ennepe-Ruhr und Hagen

Veröffentlicht am 05.04.2006 in Umwelt

Wenn der Bundestag am Donnerstag über die Atom-Katastrophe von Tschernobyl vor genau 20 Jahren debattiert, sollte eigentlich über einen gemeinsamen Antrag der Regierungs-Parteien CDU/CSU und SPD beraten werden.

"In 17 Koalitionsrunden ist das Papier erarbeitet worden, doch in letzter Minute hat CDU-Fraktions-Chef Kauder den Antrag zurückgezogen", ärgert sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel.

Dabei sei es darin gar nicht um die deutsche Atomenergie gegangen, betont Röspel: "Wir wollten den 900 Initiativen in Deutschland Dank sagen, die über 20 Jahre ehrenamtlich dafür gesorgt haben, Zehntausenden zum Teil schwerkranker oder unterversorgter Kinder aus den verstrahlten Gebieten medizinische Versorgung oder ein paar Tage Ferien in Deutschland zu ermöglichen."

Diese Arbeit sei unbezahlbar und nicht nur lebenswichtig für jedes Kind, sondern auch ein positives Signal für die internationalen Beziehungen der Bundesrepublik. "Mein Dank geht daher ausdrücklich auch an die vielen Ehrenamtlichen in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis, die Kindern aus Tschernobyl nach wie vor eine Chance geben", fügt Röspel an.

Diesen Antrag "aus durchsichtigen tagespolitischen Gründen" platzen zu lassen, sei ein Schlag ins Gesicht der Opfer, die auch heute noch unter den Folgen leiden, und der Helfer, die dieses Leid ein wenig mildern, wirft Röspel dem CDU-Fraktions-Chef vor: "Man kann den Menschen den Wiedereinstieg in die Atomenergie nicht dadurch schmackhaft machen, dass man die Katastrophen von Tschernobyl oder zuvor in Harrisburg (USA) totschweigt."

 
 

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