
Foto WR/Marcus Esser
Das Bild hat Symbolkraft. Aufgenommen wurde es in einem anderen Zusammenhang. Bei der letzten Schulausschusssitzung wollten sich nicht alle Mitglieder ihre Schuhe nass machen. Deswegen stehe ich dort zufällig allein. Doch es kann auch ein Symbol sein für die Unterstützung, die wir als SPD im Rat von anderen Gruppen erhalten, um den Bereich Kindergarten und Grundschule in Schwelm zu fördern.
Unterscheiden muss man hierbei zwischen Aussagen in den aktuellen Wahlprogrammen und dem, was seit unserem Antrag vom Februar 2003 im Hinblick auf die Einführung der offenen Ganztagsgrundschule getan wurde.
In den Wahlprogrammen taucht die offene Ganztagsgrundschule bei allen auf. Darauf zu verzichten, das verbietet die Opportunität. Wenn es dann etwas konkreter sein darf, gibt es deutliche Unterschiede. Der Eine sagt, eigentlich ja, aber so nicht, der Zweite verhaut lieber die Landesregierung, der Dritte zeigt, dass er Zusammenhänge eher nicht kennt, der Vierte will alle Grundschulen Schwelms umwandeln.
Wir wollen eine bedarfsorientierte Einrichtung der offenen Ganztagsgrundschule. Dazu benötigen wir eine Gesamtkonzeption auf professioneller Basis, und dies mit Blick auf das Jahr 2007.
Das vierte Ortsgespräch hat gezeigt, dass dieser Weg von anderen Städten gegangen wurde und beindruckende Ergebnisse zeigt. Wir wollen nicht aus dem Bauch entscheiden, sondern auf der Grundlage von Informationen wie z.B. einer Prognose der Schülerzahlen im Primarbereich und von Strukturdaten für die Schulbezirke. Wir fordern keine flächendeckende Einführung vor einer Bedarfsermittlung in allen Schulbezirken.
Schaut man auf die konkrete Arbeit der letzten Ratsperiode zurück, verändert sich der Eindruck. Da nähern wir uns dem obigen Bild. Unserem Antrag wurde zwar mehrheitlich zugestimmt, eine inhaltliche Diskussion interessierte aber die wenigsten.
Und was macht die Verwaltung?
Die SPD-Fraktion hatte den Antrag gestellt, wegen der Mittagsverpflegung der offenen Ganztagsgrundschule Engelbertstraße Kontakt zum evangelischen Feierabendhaus aufzunehmen. Es sollte geprüft werden, ob die nahe gelegene Großküche des Altenpflegeheimes die Verpflegung der Kinder übernehmen könne. Zur Antwort erhielten wir, dass es wegen einer schnellen Planung für die Grundschule Engelbertstraße nicht gehe, dies bei der Planung für zukünftige offene Ganztagsgrundschulen aber berücksichtigt werde. Nun gehört zu den o.g. Strukturdaten, dass nur die Kinder der Engelbert-Grundschule das Feierabendhaus mit einem kurzen Fußweg erreichen können. Hier zeigt sich wieder, dass wir eine Gesamtkonzeption unter Berücksichtigung der notwendigen Strukturdaten brauchen.
Der sicherste Weg, die offene Ganztagsgrundschule sinnvoll in die Schwelmer Schullandschaft einzubauen und mit den Ressourcen der Schulbezirke zu verknüpfen, ist die Stärkung der SPD-Fraktion.
Gerd Philipp