Sportanlage an der Rennbahn

Veröffentlicht am 13.11.2016 in Ratsfraktion
 

Sportanlage an der Rennbahn

Alleskönner oder dritter Luftballon? 

 

Zwei Anträge haben wir in diesem Jahr im Rat der Stadt Schwelm erlebt durch die vier Fraktionen von CDU, FDP, Grüne und BfS/SWG, die als Luftballone bestaunt wurden und dann das klassische Schicksal eines aufgeblasenen Ballons nahmen.

 

Dem interkommunalen Antrag „zur Zukunft der Schwimmlandschaft“ kam schnell die zweite Kommune abhanden, von der dritten ganz zu schweigen. Der interfraktionelle Antrag „Schulstandorte“, für zwei Grundschulen am Loh, verlor, als der Bau des Jobcenters im Kreistag mehrheitlich beschlossen war, bis auf einen seine Unterstützer.

 

Nun also die Ertüchtigung der Sportanlage an der Rennbahn, im Kern eine gute Sache. Der Haken zeigt sich, wenn man darauf sieht, was die Anlage zukünftig alles leisten soll.

 

Die vier Antragsteller wollen:

Die Rennbahn wird als Sportanlage für den Vereins-, Schul- und Breitensport aufgewertet. Neben der Sanierung der Umkleiden soll die Leichtathletikanlage erneuert bzw. ergänzt werden und auf  der Innenfläche der Anlage ein Kunstrasenplatz für den Fußballsport entstehen.

 

Die Rennbahn wird zu einer Fläche, die plötzlich alles kann. 

 

Die Erkenntnisse aus den Diskussionen um die Kunstrasenplätze werden ausgeblendet. Eine Gleichzeitigkeit von Fußball und Leichtathletik war danach offensichtlich ausgeschlossen.

 

Das hat Folgen für die Nutzungsmöglichkeiten. Die zwei Fußballvereine VfB Schwelm und SpVg Linderhausen benötigen nach eigenen Aussagen zwei Kunstrasenplätzen, nun kommt ein dritter Verein hinzu. 

 

Für die SPD-Fraktion war immer klar, dass die Anlage an der Rennbahn dem Breitensport dienen muss. Was bleibt dann für die, die nun hinzu kommen sollen?

 

Es gibt bisher kein Konzept, nur diesen Antrag. Die Antragsteller fordern weiter:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, unter Einbeziehung des Schwelmer Sports, unter Beachtung der rechtlichen Voraussetzungen und Ausnutzung bestehender Fördermittel bis zum Ende des Jahres 2016 ein inhaltliches und zeitliches Konzept zur Umsetzung inklusive der Finanzierung der Nr. 1 vorzulegen.

Nun soll die Verwaltung „Sinn“ in den Antrag bringen.

 

Ein Blick zurück

Wir erinnern uns an die vielen Sitzungen mit den Vereinen und den Fraktionen, nichts findet hier seinen Niederschlag. Mehrere Gesprächsrunden mit den Vertretern aus Politik und den Vereinen haben die Bedarfe beschrieben. Hier wurde im Besonderen der Bedarf der Leitathleten deutlich.

 

Wichtig ist es hier deutlich zu machen, dass ein Mix der Sportarten (Fußball und Leichtathletik) weitestgehend ausgeschlossen ist. Der Schulsport findet an keiner Stelle eine Erwähnung, der aber zu Recht einen eigenen Anspruch hat.

 

Für die Fußballvereine ging es immer um 2 Kunstrasenplätze. Dies sei für die Arbeit der Vereine notwendig. Eine ordnungsgemäße Vereinsarbeit braucht die Kapazitäten von 2 Kunstrasenplätzen.

Nun sprechen wir über einen Kunstrasenplatz. Wer wird ihn nutzen dürfen? Keiner wird seinen Bedarf damit abdecken können. Es kann daher nur eine Ergänzung zu den bestehenden Spielflächen sein. Hinzu kommt die jetzt bestehende Nutzung des derzeitigen Platzes an der Rennbahn, die in eine erweiterte Nutzung einbezogen werden muss.

 

Fragen für die Ausschüsse

Wer wird die Nutzung der ertüchtigten Anlage an der Rennbahn organisieren?

Gibt es Kontingente für die Vereine?

Wir sprechen hier im Wesentlichen von der „Roten Erde“ für den Bereich der Leichtathletik, vom VfB für den Fußball, der Spielvereinigung Linderhausen für den Fußball und neu hinzugekommen für die „Schwelmer Fußball Jungens“ für den Fußball. Letztere nutzen gegenwärtig die Spielfläche an der Rennbahn.

 

Alle technischen Fragen sind bisher nicht beantwortet bzw. angesprochen worden.

  • Die Nutzungszeiten werden ausgedehnt.
  • Die Belastungen für das Umfeld steigen.
  • Lärmschutz.
  • Verkehrssituation.
  • Aufgabe des Bestandschutzes der bestehenden Anlage(?), wenn Baugenehmigungen notwendig, sind nicht beschrieben oder ansatzweise berücksichtigt?
  • Welche Vorgaben werden die Genehmigungsbehörden machen?

Welche Gesamtplanung mit Planungsreife gibt es?

 

Vor welchem Hintergrund sollen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden?

 

Fragen in Kurzform:

  • Welches Nutzungskonzept liegt dem Antrag zugrunde?
  • Wie werden die Bedarfe des VFB dargestellt?
  • Wie werden die Bedarfe der Sportvereinigung Linderhausen dargestellt?
  • Wie werden die Bedarfe der Schwelmer Jungens dargestellt?
  • Wie werden die Bedarfe der Leitathleten dargestellt?
  • Wie werden die Bedarfe der Schulen dargestellt?
  • Kann der Bestandschutz der bestehenden Anlage gesichert werden?
  • Welche Stellungnahmen der genehmigenden Behörden liegen vor, bzw. sind angefragt?
  • Wie wird sich die Ausweitung der Nutzungszeiten auf den notwendigen Lärmschutz auswirken?
  • Welche Bedarfe ergeben sich bezogen auf die Parkplatzsituation (Stellplätze)?
  • Wie ist die Verkehrssituation anzupassen?
  • Wie sollen die Mittel im Haushalt begründet werden, da keine Planung für die Anlage und somit keine Planungsreife vorliegt?
  • Alle Fragen zielen auf eine solide Planung. Eine neue Planung wird sich auch all den Fragen stellen müssen, die an die anderen Standorte gestellt wurden.

Daher ist der Antrag der SPD notwendig. Er bewahrt die Betroffenen vor unrealistischen Hoffnungen und richtet den Blick auf das Notwendige. 

 

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