6 x vor Ort gesprochen (und es geht weiter)

Veröffentlicht am 23.09.2004 in Ortsverein

Ein Rückblick auf die Ortsgespräche der SPD Schwelm und auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit unserer Stadt und ihrer Bürger

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Wahlkampf geht in seine entscheidende Phase, am Sonntag wird gewählt. Dies möchten wir im lauten Getöse der Bilderflut und der knappen und bisweilen inhaltslosen Aussagen einmal aus unserer Sicht beleuchten.

War da doch die Aussage oder Frage: „Im Gerangel der Parteien und Gruppierungen traten Zielsetzungen zum Wohle der Bürger in den Hintergrund. Wie wollen Sie den sachorientierten Dialog fördern?

Für die SPD gilt diese Aussage nicht. Wir haben den sachorientierten Dialog nie abreißen lassen. In unseren Ortsgesprächen haben wir gerade auch in Zeiten des Wahlkampfes sachlich über Parteigrenzen hinweg diskutiert. Diese Zusammenarbeit mit den Bürgern, die die SPD Ortsgespräche gebracht haben, werden wir als SPD weiterverfolgen.

Daher gilt …

6 x vor Ort gesprochen (und es geht weiter)

„SPD Ortsgespräche“, eine Idee spricht sich rum.

Die SPD Schwelm hat Wort gehalten und den Bürgern zugehört.

1. Kaufhof
2. Innenstadtentwicklung
3. Bündnis für Familie
4. Offene Ganztagsschule
5. Freibad
6. Kultourismus

Fachleute hatten das Wort und wir haben unsere Ideen auf Plausibilität überprüfen können. Es gab aber auch Themen, die für alle neu waren und erst durch die Zusammenstellung eine neue Perspektive aufzeigen konnten.

Kurz gesagt, wir haben viel gelernt.

Das gilt sicherlich auch für unsere Besucher. Hierzu gehörten auch zwei Bürgermeisterkandidaten der anderen Parteien. Das Interesse war groß, was sicherlich auch daran liegt, dass es keine regelmäßigen Möglichkeiten gibt, sich auszutauschen. Manchmal muss man nur die Dinge in die Hand nehmen und das haben wir getan. Wir haben das Forum geschaffen und die Vorarbeiten für die Gesprächsrunden geleistet.

Mit steigenden Besucherzahlen haben wir den Dialog mit dem Bürger systematisiert. Dabei durften wir immer wieder auch neue Bürger begrüßen.

Wir waren in allen Veranstaltungen nicht plakativ, sondern informativ. Nicht nur unverbindlich über „Neues“ reden, sondern dem „Neuem“ eine Plattform geben.
Schreiende Plakate im Wahlkampf mit plakativen Äußerungen überdecken nur die inhaltliche Schwäche.

Die Themen einer Stadt sind nicht beliebig auswechselbar, sie sind wie sie sind. Bürger haben zu den Themen, je nach Betroffenheit, eine Meinung und mit der Meinung auch oft Lösungsansätze im Kopf. Wir sind in die Politik gegangen, um zu verändern, aber nicht gegen den Bürger, sondern mit dem Bürger.

Den Namen „Bürger“ im Parteinamen zu führen, macht nicht gleich bürgernah. Persönliche Visionen zu wenigen Themen machen nicht die Kompetenz aus, eine Stadt zu führen.
Auch eine „Strategische Allianz“ zwischen CDU und FDP hilft da nicht weiter. Schon damals waren wir der Meinung, dass der Bürgermeister inhaltlich das Gleiche meinte, als er in einer Ratssitzung einfach sagte: „Herr Schwunk ist ein Trittbrettfahrer“.

Wer nicht im Team arbeiten kann, kann auch nicht mit den Bürgern arbeiten. Die Größe einer Partei sagt in jedem Fall etwas über das Meinungsspektrum aus, dass in der Partei herrscht. Einzelkämpfer müssen schon Genies sein, wenn sie alle Fragen abdecken wollen.

In der SPD kann das auch keiner alleine. Aber wir haben eine Mannschaft, ein Team, das sich hinter der Bürgermeisterkandidatin Heike Weidner aufgebaut hat.
Das vorhandene Wissen mit dem Wissen des Teams ergänzen.
Es sind ihre Stärken die Leitung zu übernehmen, Inhalte zu moderieren und zusammenzuführen. Dies soll ein wichtiger Teil ihrer zukünftigen Arbeit sein.

Dabei nicht zum Spielball einzelner Interessen werden, wie es wohl dem amtierenden Bürgermeister geht. Beklagte er sich doch erst im letzten Ortsgespräch der SPD über die Engstirnigkeit einzelner Bereiche, die nicht zu einander finden könnten.

Wo sieht er seine Aufgabe? Ist er der Lenker einer Stadt oder nur der Chronist der Ereignisse?

Zugegeben: „Man kann nicht jeden Berg selbst besteigen, aber man muss wissen, von wem man sich die Aussicht beschreiben lässt.“

Hinzu kommt, dass viele kreative Kräfte in der Verwaltung versauern, weil sie mit ihren Ideen nicht zum Zuge kommen.

Die Presse fragt: „Und was bringen diese Ortsgespräche jetzt?“

Wer hier nach schnellen Lösungen ruft, hat den Sinn nicht verstanden. Wir haben aus den Ortsgesprächen bereits Anträge formuliert. Sie jetzt im Rat zu diskutieren ist die nächste Aufgabe: für Mehrheiten zu werben und gleichzeitig Veränderungen an der Idee zuzulassen.

Am Ende geht es nicht um das Urheberrecht an einer Idee, sondern um die erfolgreiche Umsetzung.

Natürlich stammen viele gute Ideen aus der Feder der SPD Schwelm mit ihren kreativen Mitstreitern, aber wir sind uns auch nicht zu schade, andere gute Ideen aufzugreifen und ihnen zum Durchbruch zu verhelfen. Und dies, leider muss man das in Schwelm betonen, unter Nennung der Quelle.

Wir müssen uns auf unsere Stadt besinnen. Wir dürfen stolz auf das sein, was Schwelm ausmacht. Und es ist keine Kritik, wenn man sagt, es gibt noch einiges zu verbessern. Unsere Ortsgespräche haben dies deutlich gezeigt. Aber es gab keine Beschimpfungen oder Belehrungen, sondern Meinungen, die im Respekt vor anderen Meinungen vorgetragen wurden.

Dazu werden auch in Zukunft die Ortsgespräche dienen. Im November 2004 ist wie gewohnt das nächste Ortsgespräch am letzten Dienstag im Monat geplant. Die weiteren Themen werden wir nach der Wahl aus den gestellten Fragen und Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger ableiten.

Wer glaubt, mit Sprüchen kommt man weiter, soll diese klopfen.

Wir bleiben informativ, kompetent und zukunftsorientiert.

 

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