Das störte Beker vom 24. September 2005

Veröffentlicht am 28.09.2005 in Verkehr

Der Schwelmer im Besonderen…

… hat schon ein paar Geometriekenntnisse. Daher bedarf er nicht unbedingt der Information, was eine Diagonalsperre ist. Wichtiger wäre zu wissen, was eine Beratungssperre ist.
Da wird dem Bürger berichtet, wir heben eine Sperre auf. Das hört sich positiv an. Eine Sperre aufheben signalisiert Freiheit, ein Hindernis beseitigen. Hierzu gibt es verschiedene Ansichten, ob die vermeidliche Behinderung wirklich eine Behinderung ist.

Wäre es nach dem bewährten demokratischen Prinzip gegangen, hätte der Fachausschuss im Rat der Stadt Schwelm die Angelegenheit beraten, alle Aspekte betrachtet und dem Rat einem Vorschlag unterbreitet.

Eine zufällige Mehrheit im Rat hatte aber mit diesem Weg nichts im Sinn und hat ein angebliches Hindernis populistisch in Szene gesetzt und beschlossen die Sperre abzubauen.

Keine der von der SPD gestellten notwendigen und sachgerechten Fragen wurde beantwortet. All diese Fragen tauchen zwangsläufig jetzt auf. Ihre Beantwortung verzögert das Verfahren.

Mit der Meinung „Versuch macht klug“ wurde eine Probephase angeregt, die einfach mal zum Test die Diagonalsperre aufheben sollte. Schließlich eilte es sehr, denn wir mussten das Weihnachtsgeschäft 2004 ankurbeln. Die drängenden verkehrstechnischen Fragen, schließlich geht es um das Wohl der Bürger und ihre Sicherheit, blieben unbeantwortet und somit blieb die Umsetzung bisher aus.

Die Frage der Kosten wurde erst gar nicht gestellt: Rückzahlung an das Land, Kosten für die Neugestaltung. Es geht nicht so einfach, wie eine zufällige Mehrheit im Rat offensichtlich dachte.

Wenn die Öffnung eine Verbesserung darstellt, wenn die Öffnung in das Verkehrssystem von Schwelm passt, wenn es keine Gefährdung an der Bundesstrasse gibt und wenn der wirkliche Nutzen für den Bürger und den Einzelhandel beschrieben ist, kann die Maßnahme angegangen werden.

Eins ist dem Schwelmer auch klar: „Eine Stadt muss interessant und besuchenswert sein und ein gutes Warenangebot bieten.“ Die Befahrbarkeit ist bestimmt nicht das Kriterium für einen Einkaufsbummel, außer man macht ihn mit herunter gelassener Scheibe aus dem Auto heraus und betrachtet eine Stadt als „Drive in“.

In Anbetracht der knappen Kassen und den notwendigen Ausgaben für die Realschule sind solche „Neu Projekte“, deren Sinn noch nicht erkennbar ist, auf der Liste der wichtigen Dinge für Schwelm sicherlich zurückzustellen.

Sollte die Zukunft zeigen, dass die Aufhebung der „Sperre“ die Umsätze nach oben schnellen lässt und der Qualitätsverlust im Rahmen der Verkehrsberuhigung ein bezahlbarer Preis dafür sein muss, kommen weitere Kosten auf die Stadt zu. Denn dann brauchen wir noch ein Denkmal für die Kämpferin der freien Einkaufsfahrt.

Obwohl – eigentlich könnte dieses Denkmal auch aus den zusätzlichen Gewinnen des Einzelhandels erstellt werden.

Jochen Stobbe
SPD Schwelm

 
 

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