SPD legt Finger in offene Wunden
oder
Bürgermeister Sonnenkönig schmollt - während die SPD nur träumt...
Anscheinend hat die Kritik der SPD an der Amtsführung des Bürgermeisters den Finger in offene Wunden der CDU gelegt. Anders ist die Heftigkeit der Reaktionen seitens des Bürgermeisters und seines Ziehvaters (?) Paul Frech nicht zu erklären.
Hier wird versucht, aus dünnen Glashäusern mit dicken Steinen zu werfen. Wenn ausgerechnet Herr Frech , der selbst seit 30 Jahren Hundertschaften von Lokalpolitikern aller Parteien, durchaus schon mal auch seine eigenen Leute, als“ hirnrissig“ betitelt hat, um mal eine der harmloseren Verunglimpfungen herauszugreifen , von schlechten Benehmen und Stillosigkeit der SPD spricht, ist das eher witzig.
Wenn jedoch Herr Dr. Steinrücke bei jeder nachweisbaren Kritik, egal von welcher Seite sie kommt, sich beleidigt zurückzieht und es nicht mal für nötig hält, offizielle Einladungen abzusagen, ist das schon bedenklich.
Seit den Bürgerprotesten zur Bebauung Wilhelmplatz und der Mountainbikestrecke spricht er nicht mehr mit dem kritischen Bürger, mit den Journalisten der WAP nicht mehr, mit der SWG sowieso nicht, auch mit dem ihm zu schwung(k)vollen strategischen Partner FDP schon länger nicht mehr und nun auch nicht mehr mit der SPD.
Haben wir denn alle nur geträumt, dass hier 2006 viel schief gelaufen ist?
Gab es etwa nicht drei Rügen der Kommunalaufsicht?
Gab es nicht zu Unrecht erteilte Baugenehmigungen?
Und diese auch noch zweimal bei völlig unveränderter Sachlage?
Gab es hierüber keinen äußerst peinlichen und für Schwelm und potenzielle Investoren schädlichen Bericht im WDR Fernsehen?
Gab es nicht für Steinrückes CDU die Auszeichnung der überregionalen Medien für einen außerordentlich gelungenen Schildbürgerstreich in Sachen Aufhebungsversuch der Diagonalsperre?
Gab es nicht die Eingeständnisse, bei dem Vorgang Mountainbike Strecke ausgerechnet als studierter Geologe in die falschen Pläne geschaut zu haben und die Angelegenheit im völlig falschen Ausschuss angesetzt zu haben? Und dieses Eingeständnis erst nach mehreren Leugnungsversuchen? Und dieses ausgerechnet gegenüber der Übermacht eines engagierten Pensionärs?
Glichen Rats- und Ausschusssitzungen in letzter Zeit auf Grund massiver Bürgerproteste und unhöflichstem Verhalten gegenüber anderen Fraktionsvorsitzenden nicht eher einem Tollhaus?
Gab es nicht die vor Zeugen gemachte Äußerung, dass den Schulstrassen Investor Aiello nun wirklich überhaupt keine Schuld träfe und er, der Bürgermeister seine Fehler zugibt und mannhaft in Ordnung bringen wird?
Gab es nicht den von allen am Schulstrassen-Skandal Beteiligten einheitlich geäußerten,
fast gelungenen Einigungsversuch mit hoher Kompromissbereitschaft aller Beteiligten ?
Außer dem Verursacher, unserem Bürgermeister Dr. Steinrücke?
Gibt es nicht für den vor Gericht erfolgreichen Kläger seitdem seitens der Verwaltung eine dubiose Schikane nach der anderen?
Auch hier wird der Bürgermeister natürlich nicht geäußert haben, er mache den Kläger fertig?
Und auch das ist wirklich bestimmt nur ein Traum: Während die SPD ein Büro eröffnet träumt Herr Steinrücke seinen paradiesischen Traum von mannhaften Jagdabenteuern und seiner Umschulung zum Sonnengott in Forqueux, das ja gar nicht so weit von Versailles entfernt liegt. Die Hirsche können per se nicht sprechen, die Franzosen verstehen kein deutsch, König S. spricht kein französisch und die Keiler sehen irgendwie alle aus wie Stobbe, Dresia und Philipp. Die treu ergebene Zofe sieht Martha Feldkamp von der SWG zum verwechseln ähnlich und murmelt immer nur: „ Jawohl, Majestät:“
Ein Letztes noch zu unserer Positivliste:
Im letzten Jahr sprach Herr Frech davon, sie einfach nicht verstanden zu haben. Dieses Jahr moniert er, dass die SPD sie nicht endlich öffentlich macht. Vielleicht neigt auch er demnächst ja zu positivem Denken und zu höflicheren Umgangsformen. So hat doch die Positivliste schon viel Positives bewirkt, wenn sie selbst den betagten Herrn Frech lernfähig macht. Die Schwelmer SPD jedenfalls wird weiterhin jede offizielle Einladung der CDU dankend annehmen und hat als Gastgeschenk für Herrn Frech schon einen Bestseller bestellt: „Die Kraft des positiven Denkens.“
Glück Auf.
Peter Dresia, Ortsvereinsvorsitzender SPD Schwelm