Wir, die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwelm, haben die von der Bürgermeisterin der Stadt Schwelm formulierten Verhaltensregeln, die aus Sicht der Bürgermeisterin u.a. von den Fraktionsvorsitzenden stellvertretend für ihre Fraktionen unterzeichnet werden sollen, zur Kenntnis genommen.
Nach unserer Auffassung handelt es sich um eine höchstpersönliche Erklärung, die einer Stellvertretung nicht zugänglich ist. Aus diesem Grund haben wir unsere beiden Fraktionsvorsitzenden gebeten, diese Erklärung nicht zu unterzeichnen.
Dies vorausgeschickt, geben wir folgende Erklärung ab:
Wir sind von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Schwelm in den Rat der Stadt Schwelm gewählt worden. Uns ist bewusst, dass wir ein freies Mandat ausüben und nur den geltenden Gesetzen sowie unserem Gewissen unterworfen sind.
Jeder Einzelne von uns hat anlässlich der Annahme der Wahl in den Rat der Stadt Schwelm unter Eid bekräftigt, das Ratsmandat stets zum Wohle der Stadt Schwelm auszuüben. Dies war, ist und wird auch künftig immer die Maxime jedes Handelns im Zusammenhang mit der Ausübung unseres Ratsmandats sein.
Einen sachlichen, freundlichen, fairen und respektvollen Umgang mit allen Beteiligten werden wir bei der Ausübung unseres Mandats wie bisher auch weiterhin wahren.
Diese Erklärung gibt jeder von uns in seinem eigenen Namen ab.
| gez. Gerd Philipp | gez. Hans-Werner Kick | gez. Thorsten Kirschner |
| gez. Ralf Bosselmann | gez. Elissavet Christoforidou | gez. Dr. Frauke Hortolani |
| gez. Dr. Michaela Kaufmann | gez. Dr. Sascha Meyer | gez. Dr. Sylvia Philipp |
| gez. Peter Schier | gez Gabriele Tempel | gez. Detlef Wapenhans |
Die SPD-Fraktion beantragt:
Für die SPD-Fraktion: Gerd Philipp
Die Moscheegemeinde Schwelm lädt - in Absprache mit evangelischer und katholischer Kirchengemeinde - zu einen Treffen bei Kaffee, Tee und Kuchen auf das Gelände an der Hattinger Straße 20 am Sonntag, dem 11. Oktober 2015 um 13:30h ein.
"Evangelische Kirchengemeinde, katholische Kirchengemeinde, Freie ev. Gemeinde, ev. Freikirchen und Moscheegemeinde Schwelm haben sich zusammengefunden, um gemeinsam die vom GG Artikel 4 geschützte friedliche Religionsausübung zu betonen. Hierzu gehört ebenfalls die Sichtbarkeit des Glaubens. Das begonnene Gespräch der Religionen miteinander dient auch der Festigung unseres demokratischen Gemeinwesens.
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwelm begrüßt die gemeinsame Betonung „unserer Werte“ als einem wesentlichen Teil „unserer Leitkultur“ und freut sich auf den gemeinsamen Tag am 11. Oktober."
Verbesserung des Haushalts 2016 um mehr als 2,3 Mio. €
In seiner letzten Ratssitzung am 24.09.2015, die er als Bürgermeister leitete, hat Jochen Stobbe seine Zusage aus der Ratssitzung vom 27.08.2015, wie von ihm angekündigt, eingehalten: Über eine Ergänzungsliste legte er Verbesserungen für den Haushalt in Höhe von insgesamt mehr als 2,3 Mio. € vor – allein für das Jahr 2016!
Als am Wahlsonntag die ersten Zahlen der Wahlbezirke einliefen, war sehr schnell klar, Jochen Stobbe hat verloren. Viele Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem die SPD, waren geschockt. Wie konnte das passieren? War der Wahlkampf schlecht, hat Jochen Stobbe schlechte Arbeit geleistet oder die falschen Themen besetzt? All diese Fragen stellt man sich bei diesem Ergebnis.
Dokumente im Original lesen zu können, ist wichtig. Verkürzungen bringen Deutungen, verändern häufig die Botschaft der Autoren. Die zwei Parteien DIE BÜRGER und DIE LINKE haben Stellungnahmen abgegeben. Hier können Sie sie ungekürzt abrufen.
DIE BÜRGER
Von Nestor Grimm
Es war einmal vor langer Zeit in einem schönen Tal ein armes Dorf namens Suelmiu*. Die Menschen im Dorf hatten einen beflissenen Dorfvorsteher mit grauem Haar aus ihrer Mitte gewählt. Er kannte jeden Winkel des Dorfes und wollte es mit Eifer und Tatendrang wieder zu einem florierenden Marktflecken beleben.
Bald schon gab es in der Dorfmitte einen zentralen Taxikutschplatz, dem der Umbau des Fuhrhauses folgen sollte. Ein vormals braches Feld war nun Umschlagplatz gelber Postkutschen, auf dem höchsten Berg waren neue Bürgerhäuser entstanden und beim Einritt von Westen hießen nun ein geschmiedetes Dorfwappen und eine Backstube die Besucher willkommen.
Der Dorfvorsteher hatte sogar einen örtlichen Kaufmann überzeugt, aus dem alten Schankhaus einen florierenden Markt zu machen. Doch viele bunte Mützen in der Dorfvertretung gönnten dem Dorfvorsteher und seinen Gefährten mit den roten Mützen keinen Erfolg. Ein Rumpelstilzchen mit schwarzer Mütze, dem selbst der Name des Dorfes ungeläufig war, kultivierte immer neue Bedenken, während eine finstere Gestalt in seinem Schatten im Gesichterverzeichnis des Dorfes immerzu Schmähschriften hinterließ. Ein gelber Hofnarr streute Gerüchte, während eine grünbemützte Sippschaft gar die Auswahl der Markthändler vorschreiben wollte. Gemeinsam vergraulten sie schließlich den Kaufmann, woraufhin das Schankhaus mehrere Lenze in Ruinen lag.
Bei der nächsten Wahl des Dorfvorstehers taten sich viele bunte Mützen um das Rumpelstilzchen zusammen, doch aus ihrer Mitte hatte niemand genügend Talent oder Mut. So suchten sie im ganzen Königreich nach einem edlen Ritter, der für das Rumpelstilzchen und seine Gefährten dem Dorf vorstehen sollte und fanden schließlich eine Amazone, die in einer fernen Stadt die Einhaltung der Sitten bewacht hatte. Viele im Dorf fragten sich, wie ihr dies helfen mochte, die leere Dorfkasse zu füllen.
Wie vom dörflichen Boten zu hören war, konnte die nonnenfürchtige Maid immerhin nähen, häkeln und stricken. Doch leider konnte auch sie kein Stroh zu Gold spinnen, wie es der leeren Schatztruhe des Dorfes gedeihlich gewesen wäre. Sie bezeichnete das Dorf, das sie nur von einem Vorbeiritt auf dem Feuerross kannte, gar als Dornröschen, übersah jedoch, dass Dornröschen vom Prinzen mit Liebe wachgeküsst wurde. Sie hingegen liebte das Dorf nicht, mochte sie womöglich auch mit einer Spindel umgehen können. Stattdessen suchte sie eine magische Bohnenranke, die in den Himmel wuchs und ihr den Aufstieg sicherte, gleich von welchem Feld. Dem Rumpelstilzchen war dies egal, denn es hielt die magischen Bohnen in der Hand und wusste, dass die Maid nie vergessen würde, wer die Saat ausgebracht hatte.
Doch am Ende entscheiden die Menschen in Suelmiu, ob das Rumpelstilzchen tatsächlich lachend um das Feuer tanzt. Sie werden wissen, wer Dornröschen liebt. Rumpelstilzchen war es jedenfalls nicht!
* "Suelmiu" © SPD Schwelm (u. A.), ca. 9 Jh. n. Chr.
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