Ein Märchen aus Suelmiu: Das Rumpelstilzchen liebt Dornröschen nicht

Von Nestor Grimm

Es war einmal vor langer Zeit in einem schönen Tal ein armes Dorf namens Suelmiu*. Die Menschen im Dorf hatten einen beflissenen Dorfvorsteher mit grauem Haar aus ihrer Mitte gewählt. Er kannte jeden Winkel des Dorfes und wollte es mit Eifer und Tatendrang wieder zu einem florierenden Marktflecken beleben.

Bald schon gab es in der Dorfmitte einen zentralen Taxikutschplatz, dem der Umbau des Fuhrhauses folgen sollte. Ein vormals braches Feld war nun Umschlagplatz gelber Postkutschen, auf dem höchsten Berg waren neue Bürgerhäuser entstanden und beim Einritt von Westen hießen nun ein geschmiedetes Dorfwappen und eine Backstube die Besucher willkommen.

Der Dorfvorsteher hatte sogar einen örtlichen Kaufmann überzeugt, aus dem alten Schankhaus einen florierenden Markt zu machen. Doch viele bunte Mützen in der Dorfvertretung gönnten dem Dorfvorsteher und seinen Gefährten mit den roten Mützen keinen Erfolg. Ein Rumpelstilzchen mit schwarzer Mütze, dem selbst der Name des Dorfes ungeläufig war, kultivierte immer neue Bedenken, während eine finstere Gestalt in seinem Schatten im Gesichterverzeichnis des Dorfes immerzu Schmähschriften hinterließ. Ein gelber Hofnarr streute Gerüchte, während eine grünbemützte Sippschaft gar die Auswahl der Markthändler vorschreiben wollte. Gemeinsam vergraulten sie schließlich den Kaufmann, woraufhin das Schankhaus mehrere Lenze in Ruinen lag.

Bei der nächsten Wahl des Dorfvorstehers taten sich viele bunte Mützen um das Rumpelstilzchen zusammen, doch aus ihrer Mitte hatte niemand genügend Talent oder Mut. So suchten sie im ganzen Königreich nach einem edlen Ritter, der für das Rumpelstilzchen und seine Gefährten dem Dorf vorstehen sollte und fanden schließlich eine Amazone, die in einer fernen Stadt die Einhaltung der Sitten bewacht hatte. Viele im Dorf fragten sich, wie ihr dies helfen mochte, die leere Dorfkasse zu füllen.

Wie vom dörflichen Boten zu hören war, konnte die nonnenfürchtige Maid immerhin nähen, häkeln und stricken. Doch leider konnte auch sie kein Stroh zu Gold spinnen, wie es der leeren Schatztruhe des Dorfes gedeihlich gewesen wäre. Sie bezeichnete das Dorf, das sie nur von einem Vorbeiritt auf dem Feuerross kannte, gar als Dornröschen, übersah jedoch, dass Dornröschen vom Prinzen mit Liebe wachgeküsst wurde. Sie hingegen liebte das Dorf nicht, mochte sie womöglich auch mit einer Spindel umgehen können. Stattdessen suchte sie eine magische Bohnenranke, die in den Himmel wuchs und ihr den Aufstieg sicherte, gleich von welchem Feld. Dem Rumpelstilzchen war dies egal, denn es hielt die magischen Bohnen in der Hand und wusste, dass die Maid nie vergessen würde, wer die Saat ausgebracht hatte.

Doch am Ende entscheiden die Menschen in Suelmiu, ob das Rumpelstilzchen tatsächlich lachend um das Feuer tanzt. Sie werden wissen, wer Dornröschen liebt. Rumpelstilzchen war es jedenfalls nicht!

* "Suelmiu" © SPD Schwelm (u. A.), ca. 9 Jh. n. Chr.

 

Bürgermeister: Erklärung zum Haushalt

  • Jochen Stobbe: "Kann Haushaltsentwurf nicht bestätigen."
    "Heute stehen wir vor der Situation, vereinbarungsgemäß den Haushaltsentwurf 2016 einzubringen. Ich stelle es gleich an den Anfang meiner Erklärung, dass ich den Haushalt heute nicht einbringen werde. Vor dem Hintergrund der vorliegenden Zahlen und Konsequenzen aus diesem Entwurf konnte ich den Haushaltsentwurf nicht bestätigen. Ich habe dem Kämmerer dies schriftlich mitgeteilt und ihm die Gründe benannt. Damit verbunden ist die Aufforderung, die benannten Positionen zu prüfen und neu zu berechnen. Der gewählte Weg bietet die Möglichkeit einer angemessenen Bearbeitung.
  • Entwurf übersteigt Ansätze deutlich
    Der vorgelegte Haushaltsentwurf 2016 übersteigt die im HSP beschriebenen Ansätze deutlich. War für das Jahr 2016 noch ein Hebesatz 850 v.H. für die Grundsteuer B im HSP geplant, wurden nun 1350 v.H. eingestellt. Diese Steigerung von 500 Punkten tritt innerhalb weniger Monate ein, da wir den Haushalt für 2015 und den HSP erst im Juni beschlossen haben.
  • Steuer-Belastung nicht zu verantworten
    Damit steht eine Belastung für die Bürgerinnen und Bürger im Raum, die ich nicht verantworten kann. Es wird daher die Aufgabe der Verwaltung sein, hier neue Grundlagen zu schaffen. Vor dem Hintergrund sehe ich heute nicht die Möglichkeit, den Haushaltsentwurf einzubringen, da die Änderungen wesentlichen Einfluss auf die Hebesätze haben werden; dies zeigen aus meiner Sicht die aufgezeigten Positionen. Eine sachgerechte Beratung in den Ausschüssen würde ansonsten kaum möglich sein.
  • Fundierte Planung zu erarbeiten
    Für die Einbringung des Haushaltsentwurfes schlage ich Ihnen eine zusätzliche Ratssitzung am 24. September 2015 vor. Die hier geplante FA-Sitzung bietet die Möglichkeit, dies ohne große Probleme darzustellen. Der weitere Beratungszyklus wäre kaum beeinträchtigt. Es kann und muss nicht Ihre Aufgabe als Politik seine, unsere Grundlagen nachzurechnen. In einer anstehenden internen Klausur werden wir die Positionen bearbeiten. Ich glaube, dass wir so unserer Aufgabe gerecht und eine fundierte Planung vorlegen werden."

Ratssitzung vom 27.08.2015

 

Der Schwunk-Soli: Ein hoher Preis

  • Ironie in ernstem Thema
    Wäre das Thema nicht so ernst, man könnte über die jüngste Aussage von FDP- Fraktionschef Schwunk nur lachen: Eben jenem Bürgermeister, dem unter anderem von der FDP zahlreiche Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden und werden, kassenwirksame Untätigkeit vorzuwerfen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
  • Platitüden als Tarnkappen
    Sie reiht sich ein in eine Kette aus quälenden Platitüden, stets abgesondert als Tarnkappen für eine erdrückende Wahrheit: Das Brauereigelände könnte bereits florieren und erste Einnahmen in die Stadtkasse spülen, wäre der von Bürgermeister Jochen Stobbe unterstützte Schwelmer Investor nicht durch ein perfides Gerücht aus dem Umfeld dieses FDP- Chefs vergrault worden, der dem Bürgermeister nunmehr Untätigkeit unterstellt. Die Zentralisierung der Verwaltung, die unter Kostengesichtspunkten auch von unabhängiger Seite immer wieder als sinnvoll bestätigt worden ist, wurde ebenfalls durch immer weitere Prüfanträge systematisch verzögert und in populistischen Hetzreden als „Stobbe- Palais“ geschmäht.
  • Haushalt: Drama in mehreren Akten
    Das mehraktige Drama um den Haushalt 2015 diente gleichsam nur dazu, die solide und verlässliche Planung der Verwaltung, die von der Bezirksregierung in Arnsberg akzeptiert worden wäre, zu diskreditieren. Am Ende eines langen Prozesses, in dem die FDP und ihre Verbündeten in erster Linie Wahlkampf gegen den Bürgermeister betrieben, erweist sich die Anhebung der Grundsteuer B nun als unausweichlich. Zuletzt hat eine Inszenierung unter Mitwirkung der FDP auch das Projekt Kunstrasen, das bereits in „trockenen Tüchern“ war, und die Fußballlandschaft unserer Stadt zukunftssicher gemacht hätte, an die Wand gefahren.
  • Den Preis zahlen die Menschen
    All dies hat auch erhebliche Kapazitäten in der Verwaltung gebunden, die sinnvoller zum Wohle unserer Stadt hätten eingesetzt werden können. Den Preis hierfür zahlen die Menschen in der Stadt. Verzögerte und verhinderte Projekte, blockierte Sparmaßnahmen, Bindung von Personal – nicht nur finanziell belastet der Schwunk- Soli die Stadt und ihre Bürger. Zum Glück konnten andere Projekte wie das Gewerbegebiet Loh oder der Zentrale Omnibusbahnhof trotz der zahlreichen Knüppel, die auch hier dem Bürgermeister zwischen die Beine geworfen wurden, zum Wohle der Stadt realisiert werden.
  • Dagegen, aber ohne Vorschlag.
    Neben der Sache liegt der Vorwurf der Fraktion „Die Bürger“, am Beispiel des Schulgebäudes Westfalendamm zeige sich, dass ein „echter Sparwille“ fehle. Welche Motivation die aus einer Initiative zum Erhalt jener Schule erwachsene Fraktion antreibt, mag dahinstehen. Die harten Fakten aber sprechen eine klare Sprache: Der Preis wird durch den Markt bestimmt, nicht durch Buchwerte. Nichts spricht dafür, dass sich im Falle eines Nichtverkaufs plötzlich ein Bieter melden und das Grundstück zu einem höheren Preis erwerben würde; erfahrungsgemäß werden die Gebote mit der Zeit geringer, nicht höher. Ein Nichtverkauf des Gebäudes hätte zur Folge, dass die Stadt neben den Unterhaltskosten auch eine weitere Neuverschuldung aufnehmen müsste, da der Verkaufserlös zur Deckung von Ausgaben im Brandschutz verwendet wird. Ein "Dagegen" ignoriert nicht nur die Fakten. Es lässt auch eines vermissen: Den besseren Vorschlag.
 

Gestaltungssatzung: Ausschuss schafft pragmatische Lösung

Jürgen Feldmann (Linke) stößt Debatte um Geltungsbereich an

Hauptthema der Sitzung des Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung war die Neufassung der Gestaltungssatzung für den Altstadtbereich.

Schon in der Versammlung im Petrus-Gemeindehaus hatte es kaum inhaltliche Kritik gegeben. So auch jetzt. Die Diskussion krankte zu Beginn daran, dass die Fachverwaltung die Inhalte der Satzung gegen eine Kritik verteidigte, die es nicht gab.
Mit dem Antrag Jürgen Feldmanns, den größeren Geltungsbereich der Satzung von 1979 zu wählen, begann eine längere, wohltuend sachliche Diskussion.

Gerd Philipp (SPD) stellte in der Debatte einen pragmatischen, zwischen den zwei Polen liegenden Antrag: im Norden, Westen und Süden Geltung der alten Grenzen von 1979, nach Osten Begrenzung mit der Linie Lohmannsgasse - Bürgerplatz. Das Brauereihaus Neumarkt 1 somit noch liegt noch im Bereich der Gestaltungssatzung, nicht aber der östliche Teil der Fußgängerzone. Dieser Vorschlag wurde gegen vier Stimmen angenommen. Die Reste der alten Stadtmauer an Brauereigasse und Untermauerstraße liegen somit wieder im Bereich der Satzung.

Danach war es einfach, die so veränderte Gestaltungssatzung einstimmig zu beschließen.

 

Antrag: Rechtsverbindliche Basis für Kunstrasen

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwelm hat heute den Antrag eingebracht, dass

ein Ankauf der für die Errichtung von Kunstrasenplätzen erforderlichen Flächen im geplanten Sportpark „Schwelm Nord“ erst erfolgen darf, wenn eine rechtsverbindliche Erklärung der beiden beteiligten Schwelmer Fußballvereine vorliegt, wonach
a) der bestehende Sportplatz „Am Brunnen“ verkauft wird und
b) der vollständige Verkaufserlös für die Errichtung von Kunstrasenplätzen im Sportpark „Schwelm Nord“ eingesetzt wird.

Zum begründeten Antrag

 

Döinghauser Straße: Vor Fertigstellung

Bewegung in Schwelm

24 barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen kurz vor der Fertigstellung

Es ist viel in Bewegung – in Schwelm! Auch der Bau der zwei barrierefreien Mehrfamilien-häuser in der Döinghauser Straße ist bald fertig gestellt.

Zur Erinnerung: Die Hans-Grünewald-Stiftung errichtet dort – innenstadtnah – 24 barrierefreie, seniorengerechte Wohnungen. Die Kooperation des Vermieters der Mehrfamilienhäuser mit dem Feierabendhaus ermöglicht darüber hinaus den Mietern der Neubauten eine Inanspruchnahme der Leistungen des Feierabendhauses, so z.B. der Verpflegung. Insgesamt also ein Angebot, das auch durch seine sozialen Aspekte dem öffentlichen Interesse dient.

 

Der Bachelor: "Kunstrasen auf die Rennbahn!"

Was nach einer Episode aus dem Privatfernsehen klingt, ist in Wahrheit eine Episode aus Schwelm: Ein einzelner Bachelor-Student fragt sich, ob man die Kunstrasen-Frage völlig unerwartet lösen könnte.
Der Platz an der Rennbahn ist in seinem Fokus. Sofort haben viele Schwelmer Vokabeln parat: "Sportabzeichen", "Bundesjugendspiele" und "Breitensport".

Aber der Reihe nach:

 

Gründung der Jusos Schwelm

Das neue Logo der Jusos Schwelm.

Junge Schwelmerinnen und Schwelmer haben nun einen weiteren Anlaufpunkt bekommen, wenn Sie sich für Ihre Stadt engagieren oder über das tagespolitische Geschäft in Schwelm sprechen wollen.
Am Sonntagabend, den 26. April 2015, trafen sich die jungen Schwelmer Sozialdemokraten im Parteibüro (Hauptstraße 6a) um die "Jusos Schwelm" zu gründen.

 

EN-SPD will einen „Solidarpakt Ennepe-Ruhr“

Ennepe-Ruhr. Die SPD zeigt sich zuversichtlich, dass die erdrückende Finanzmisere der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen überwunden wird.
Diese zentrale Botschaft prägte den Unterbezirksparteitag der SPD Ennepe-Ruhr, in dessen Mittelpunkt die Handlungsfähigkeit der Kommunen stand. Die Entschlossenheit, dafür alle Kräfte auch über Parteigrenzen hinweg zu bündeln, spiegelte eine Premiere wider:

Die Vorsitzenden der Kreistags­fraktionen von Grünen und FDP sprachen als Gäste zu den Delegierten.

 

Dr. Kaufmann: Mandat in guten Händen

Dr. Michaela Kaufmann hat für die SPD Schwelm das Mandat des langjährigen Ratsmitgliedes Katharina Lotz übernommen. "Ich möchte ak­tiv mit­ar­bei­ten, um Schwelm für die Her­aus­for­de­run­gen der Zu­kunft zu stär­ken. Unsere Stadt für die Zu­kunft fit zu ma­chen heißt für mich, eine starke Iden­ti­tät der Bür­ger mit ih­rer Stadt zu er­rei­chen", formuliert die Biologin ihren Antrieb für das Mitwirken im Rat.

 

Nächste Termine

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18.07.2026, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Zum roten Grill - Nachbarschaftsgrillen
Platz der Nachbarschaften, Schwelm
Wir möchten die Veranstaltungsreihe "Zum roten Grill" gerne fortführen. Wir haben so viel positives Feedback im …

22.08.2026, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Spielplatzfest an der Sedanstraße
Spielplatz an der Sedanstraße, Schwelm
Das Spielplatzfest, welches wir im Wahlkampf veranstaltet haben, hat sehr großen Anklang gefunden, weswegen wir d …

16.09.2026, 15:00 Uhr - 18:00 Uhr
Treffen der AG60plus: Klimaanpassungsmanagement in Schwelm
SPD Parteibüro (Bismarckstr. 5, Schwelm)
Gastredner: Jan-Niklas Jahnke, Klimaanpassungsmanager der Stadt Schwelm Thema: Klimaanpassungsman …

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58332 Schwelm
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